PKV Selbstständige Bayern: 5 Fakten, die Sie kennen sollten
(PKV* =Private Krankenversicherung). Letzte Woche saß ein Freiberufler aus dem Landkreis Rosenheim bei mir. Grafikdesigner, seit drei Jahren selbstständig, top organisiert. Außer bei einem Punkt: Er hatte seit Monaten einen Brief seiner Krankenversicherung auf dem Küchentisch liegen. Ungeöffnet. Weil er Angst hatte, was drinsteht. Als wir ihn zusammen aufgemacht haben, war die Beitragserhöhung zwar unangenehm, aber nicht das eigentliche Problem. Das eigentliche Problem war, dass er nie verstanden hatte, warum er überhaupt in der PKV war. Und ob das für ihn als Selbstständiger in Bayern überhaupt noch Sinn ergibt. Dieser Artikel ist für genau solche Situationen.
Als Selbstständiger in Bayern trägst Du deinen PKV-Beitrag vollständig allein – ohne Arbeitgeberzuschuss. Deshalb muss die Entscheidung für oder gegen die PKV individuell und gut durchdacht sein, nicht auf Basis eines pauschalen Ratschlags.
PKV Selbstständige Bayern: Wie das System wirklich funktioniert
Viele denken, die PKV ist einfach die teurere, aber bessere Version der gesetzlichen Krankenversicherung. Das stimmt so nicht. Als Selbstständiger oder Freiberufler in Bayern bist Du nicht automatisch in der GKV pflichtversichert. Das heißt: Du musst Dich aktiv um Deinen Krankenversicherungsschutz kümmern, und Du hast dabei tatsächlich die Wahl zwischen PKV und GKV.
In der gesetzlichen Krankenversicherung zahlt ein Selbstständiger den vollen Beitrag allein, also Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil zusammen. Der Beitrag richtet sich nach dem Einkommen, liegt aber mindestens bei einer Bemessungsgrundlage die die GKV selbst festlegt. Laut Angaben des PKV-Verbandes liegt der durchschnittliche Beitrag für einen Selbstständigen in der PKV 2025 bei rund 500 bis 700 Euro monatlich, je nach Alter, Gesundheitszustand und gewähltem Tarif.
Die PKV rechnet dagegen nach Deinem persönlichen Risiko: Alter bei Eintritt, Vorerkrankungen, gewählte Leistungen. Wer jung und gesund einsteigt, zahlt oft deutlich weniger als in der GKV. Wer erst mit 50 wechseln will, für den rechnet sich das anders. Das ist kein Geheimnis, aber die meisten Selbstständigen die ich in Rosenheim und dem Chiemgau berate, haben das so nie klar erklärt bekommen.
Wichtig zu wissen: Als Selbstständiger hast Du keinen Arbeitgeber der die Hälfte übernimmt. Du zahlst alles selbst. Das ist der entscheidende Unterschied zu einem Angestellten der in die PKV wechselt. Und genau deswegen muss die Entscheidung für oder gegen die PKV gut durchdacht sein, nicht einfach weil der Vertreter damals gesagt hat, dass es die bessere Wahl ist.
PKV Wechsel als Selbstständiger: Was nicht jeder weiß
Hier kommt mein Lieblingsmoment in Beratungsgesprächen: Ich frage den Selbstständigen vor mir, ob er weiß was er in seiner PKV eigentlich versichert hat. Stille. Dann folgt meist ein unsicheres Schulterzucken. Das ist kein Vorwurf – PKV-Verträge sind komplex. Aber als Selbstständiger in Bayern trägst Du das volle finanzielle Risiko selbst, deshalb lohnt es sich, den eigenen Schutz wirklich zu verstehen.
Häufige Fragen
PKV als Selbstständiger in Bayern – passt Dein Schutz noch?
Ich bin Erich Schropp, Versicherungsberater aus dem Chiemgau. Ich schaue mir Deinen Vertrag an, erkläre Dir was drinsteht – und was vielleicht fehlt.
Titelbild: KI-generiert mit Google Imagen 4



