Altersvorsorge 2026: Die größte Rentenreform seit Jahren — was Du jetzt wissen musst
Riester-Rente wird abgeschafft, neues Altersvorsorgedepot, Rente steigt um 4,24% — Erich Schropp, Versicherungsmakler aus Rosenheim, erklärt die wichtigsten Änderungen 2026.
2026 ist ein historisches Jahr für die Altersvorsorge in Deutschland. Der Bundestag hat Ende März eine weitreichende Reform verabschiedet, die die private Vorsorge grundlegend verändert. Als Versicherungsmakler aus Rosenheim erkläre ich Dir, was das konkret für Dich bedeutet — und warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist, die eigene Altersvorsorge zu überprüfen.
Riester-Rente war gestern — das neue Altersvorsorgedepot kommt
Der Deutsche Bundestag hat am 27. März 2026 die Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge beschlossen. Die Riester-Rente wird durch neue, flexiblere, renditestärkere und kostengünstigere Produkte ersetzt. Kernpunkt der Reform ist die Schaffung eines Altersvorsorgedepots, in dem die Bürger mit Aktien, Fonds und ETFs für das Alter sparen können. Bundesregierung
Was bedeutet das konkret? Für jeden Spar-Euro gibt es künftig 50 Cent vom Staat bis zu einer Einzahlung von 360 Euro im Jahr, darüber hinaus bis 1.800 Euro sind es 25 Cent. Bundesregierung Das ist deutlich attraktiver als die alte Riester-Förderung.
Wichtig: Neben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern können künftig auch Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende von der staatlichen Förderung profitieren. Bundesregierung Das war bei Riester bisher nicht möglich.
Rente steigt 2026 um 4,24 Prozent
Eine gute Nachricht für alle, die bereits Rente beziehen: Die Renten steigen zum 1. Juli 2026 um 4,24 Prozent. Der aktuelle Rentenwert erhöht sich damit von 40,79 Euro auf 42,52 Euro. Für eine Rente in Höhe von 1.000 Euro bedeutet das einen Anstieg auf 1.042,40 Euro. Deutsche Rentenversicherung
Das klingt gut — reicht aber trotzdem nicht für einen sorgenfreien Ruhestand. Die gesetzliche Rente allein schließt die Rentenlücke für die meisten Menschen nicht.
Neu: Die Aktivrente ab 2026
Ab 1. Januar 2026 können Rentner monatlich bis zu 2.000 Euro hinzuverdienen, ohne dass darauf Steuern fällig werden. Aufs Jahr gerechnet ergibt sich so ein steuerfreier Betrag von 24.000 Euro. T-online
Das ist besonders interessant für alle, die im Ruhestand noch aktiv bleiben möchten — oder müssen, weil die Rente allein nicht reicht.
Das Rentenniveau: Gut — aber nicht gut genug
Nach der aktuellen Rechtslage gilt bis zum Jahr 2031 die Haltelinie von 48 Prozent für das Rentenniveau. Deutsche Rentenversicherung Das klingt stabil — bedeutet aber, dass die gesetzliche Rente im Schnitt nur 48 Prozent des letzten Nettoeinkommens abdeckt.
Wer also 3.000 Euro netto verdient, bekommt im Schnitt rund 1.440 Euro Rente. Die Lücke muss privat geschlossen werden — je früher, desto besser.
Wer 2026 in Rente gehen kann
2026 erreichen viele der zwischen 1959 und 1963 Geborenen das Rentenalter und können regulär oder vorzeitig in Rente gehen. VZ VermögensZentrum Deutschland Wichtig dabei: Die Rente sollte mindestens drei Monate vor dem geplanten Rentenbeginn beantragt werden.
Zum Januar 2026 steigt die Regelaltersgrenze auf 66 Jahre und 6 Monate Bürgergeld — für den Jahrgang 1961. Ab Jahrgang 1964 gilt dann einheitlich das Rentenalter 67.
Mein Fazit als Makler
Die Reform 2026 ist eine echte Chance — aber sie hilft nur denen, die sie auch nutzen. Wer jetzt keine private Vorsorge aufbaut, verlässt sich allein auf eine gesetzliche Rente, die im Schnitt knapp die Hälfte des letzten Einkommens abdeckt.
Ich analysiere Deine aktuelle Situation und zeige Dir, welche Optionen — ob neues Altersvorsorgedepot, Rürup, betriebliche Altersvorsorge oder klassische Rentenversicherung — wirklich zu Dir passen.
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